In unserem Betrieb wird die teilflächenspezifische Bewirtschaftung
(Precision Farming) seit dem Jahr 2006 praktiziert.
 
Was ist eigentlich Precision Farming?
Mit einfachen Worten erklärt:
Es bekommt der Boden und die Pflanzen nur noch soviel Nährstoffe, wie sie benötigen.
 

Sensordüngung

Angefangen haben wir Precision Farming mit der bestandesorientierten N-Düngung. Unser N-Sensor, welcher sich auf dem Dach des Traktors befindet, misst Informationen des Pflanzenbestandes, verrechnet sie und gibt sie direkt an den Düngerstreuer weiter (Onlineverfahren), welcher danach die Fläche abstreut.
Bodenbeprobung
 
Weiterhin gehört seit 2007 die teilflächenbezogene Grunddüngung zu unserer Art der Umsetzung des Precision Farming. 

Es werden theoretisch die Schläge in ca. 3ha große Felder unterteilt. Diese Teilflächen beprobten wir mit  Hilfe einer GPS-Antenne und eines Vermessungsprogrammes. Ca. 10-Einstiche mit dazugehörigem GPS Punkt gehören zu einer Teilflächenbeprobung. Die vom Labor analysierten Werte werten wir aus  und führen je nach Notwendigkeit eine Grunddüngungsmaßnahme durch. 

Grunddüngung
 
Aufgrund dieser  zielgerichteteren Düngung werden unterversorgte Teilflächen innerhalb eines Schlages aufgedüngt und überversorgte ausgelassen. Dabei überfährt der GPS gestützte Düngerstreuer einzelne Raster (ca.20mx20m mit hinterlegten Streubefehlen). Diese einzelnen Befehle werden vorher im Büro auf die "Karte" übertragen und je nach Fahrtrichtung des Traktors auf dem ganzen Schlag teilflächenspezifisch abgearbeitet.
Analysen/Versuchsauswertung
 
 Hinter jedem Versuch steckt der Wille, etwas zu vergleichen und danach die Schlüsse daraus zu ziehen. Dabei gestaltet jedes Jahr das Wetter neue Voraussetzungen, welche berücksichtigt werden müssen. Diese einzelnen Versuche begleiten und analysieren wir selbst oder lassen sie durch Spezialisten durchführen.
Für die Analysen sind die Bodenscannung, der Biomassescan und die Ertragskartierung der Flächen sehr hilfreich. 
 
 
Rapsscannung im Herbst
 
Dieses Verfahren führen wir seit 2009 durch. Der Rapsbestand wird mit dem Traktor+NSensor befahren und abgescannt. Die dadurch gewonnenen Biomassewerte werden umgerechnet und bewertet. Die berechnete Biomasse des Rapses lässt Rückschlüsse auf die N Aufnahme des gesamten Schlages im Herbst zu. Es entstehen gute Möglichkeiten der individuellen Anpassung der Düngungsstrategie für das kommende Frühjahr.
Ertragskartierung
 
Seit 2002 arbeitet unser Betrieb mit der Ertragskartierung. Am Mähdrescher wird dafür zusätzlich ein Ertragssensor und ein GPS Gerät benötigt, um die Daten aufzuzeichnen. Aus mehreren Ertragskarten der Felder erzeugt man bei Bedarf ein Ertragserwartungskarte, welche der Bodenkarte sehr ähnelt. Hier ist ein Ansatzpunkt für die teilflächenspezifische Beprobung (wo viel geerntet wird, ist der Entzug höher). Auch die Bewertung einzelner Ertragskarten ist sehr sinnvoll für spätere angepasste ackerbauliche Maßnahmen.
GPS gestützte Maschinensteuerung
  • Parallelfahren  ---- Betriebsmitteleinsparung
  • Sektionkontroll  PSM Spritze ---- Mitteleinsparung
  • Sektionkontroll Düngerstreuer----Düngereinsparung

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